• Erich Ritter und Andy Dellios

    Sharkschool

Liebes Reefcalendar-Team

Von Seiten SharkSchool gebührt Euch ein riesiges Dankeschön!

Nicht nur, dass ihr innovative, die Medien aktivierende Projekte ansprecht, sondern weil ihr dadurch tausende Mitmenschen durch Zeigen des Schönen sensibilisiert, unsere wundervolle Natur zu schützen und demnach auch zu erhalten.

Wir von unserer Seite versuchen vor allem in Bezug auf unsere geliebten Haie und auch in Bezug auf die grosse Problematik des Plastiks und des Mikroplastiks aufzuklären.

Wie schön muss es für einen Taucher sein, wenn er die Sprache der Haie „übersetzen“ kann und dadurch versteht, was das Tier für Absichten hat. Ob eine Interaktion möglich ist oder ob das Tier es ablehnt. Diese Interaktionsschulungen sollen den Menschen die Haie näher bringen, Ihnen zeigen, dass die Haie keine bösen Absichten gegenüber uns Menschen hegen.

Im Gegenteil, wir haben schon oft erlebt, dass Haie unsere Hilfe suchten, wenn sie einen Haken oder einen Tag am Körper hatten, den sie loswerden wollten. Es scheint, dass sie in solchen Fällen etwas in uns sehen, dass sie veranlasst den Kontakt zu suchen.

Shark finning

Ein Kollege von uns war kürzlich auf Socorro und hat uns geschrieben, dass fast keine Haie mehr dort sind. Unsere Antwort lautete: tja, entweder Orcas oder Haiflossensuppe in China. Wie kann es sein, dass seit Jahrzehnten Wissenschaftler auf diese globale, ökologische Zeitbombe hinweisen und trotzdem werden nach wie vor Jahr für Jahr 100‘000‘000 Haie getötet? 125 Nationen fischen Haie. Wir fragen uns, wie kann es sein, dass Europa (vor allem durch Spanien) nach Indonesien und Indien weltweit an dritter Stelle steht? Wie kann es sein, dass unsere Generation unseren Kindern und Kindeskindern die Zukunft so stark zerstört, dass sie nur noch versuchen können die Umweltkatastrophen zu beheben?

Markieren der Haie

Rund um den Planeten versuchen Institutionen und Wissenschaftler Haien zu helfen. Dies mit verschiedenen Methoden, wie zum Beispiel „Taging“, bei dem einem Hai ein Marker angehängt wird, um dessen Wanderwege zu verfolgen. Dies hat viele positive Auswirkungen, hat jedoch oft gravierende negative Wirkungen auf den entsprechenden Hai. So werden zum Teil sehr grosse und schwere GPS-Sender mit vier Schrauben an die Rückenflosse des Hais befestigt. Später aufgenommene Bilder zeigen leider, dass Rückenflossen zusammengefallen sind oder komplett zerfetzt wurden. Doch nicht nur anatomische Schäden sind oft das Resultat, so kann mit solchen Sendern einem Hai auch der Vorteil eines überraschenden Angriffs auf die Beute genommen werden. Messungen deuten darauf hin,  dass die Seelöwen und Ohrenroben das Signal hören können und bereits vor dem Angriff sich in Sicherheit bringen können.

Ebenfalls sind viele Forscher der Meinung, dass Live-Apps, die zeigen wo etwa sich der Hai befindet vor allem durch Anbieter von Hochseefischen missbraucht werden. So können sie einem Kunden, der einen Extra-Adrenalin-Schub wünscht, den Hai in ihrer Nähe suchen und unter Umständen fischen.

Fazit: das Markieren hat nicht nur Vorteile, sondern bringt auch sehr viele Nachteile für die Haie mit sich.

Plastik

Je nach Quelle, beträgt die jährliche Plastikproduktion ca 290 Millionen Tonnen. Davon gelangen rund 6.5 Millionen Tonnen jährlich ins Meer! Die eine Hälfte des Plastiks schwimmt, die andere setzt sich auf dem Meeresgrund fest. Im Jahre 2014 war das Verhältnis Plastik – Fisch 1:5. Also auf 5 Fische kam ein Plastikteil. Nach Schätzungen wird das Verhältnis im Jahre 2050 eins zu eins sein! Doch zudem gelangt Plastik in verschiedenster Weise in die Nahrungsketten und endet schlussendlich in den marinen Organismen.

Und da wir Menschen die letzten in der Nahrungskette darstellen, gelangt vornehmlich der Mikroplastik, der eine Grösse zwischen 0.2 und 2mm hat, ebenfalls in unseren Körper, was gravierende körperliche Schäden und Krankheiten zur Folge haben kann.

Wir wünschen Euch für Euer tolles Projekt weiterhin viel Erfolg.

Hochachtungsvoll

Erich Ritter und Andy Dellios

SharkSchool

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